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Bekanntes Grauen (2)

veröffentlicht am 18.10.2005

Subgenre des Horrorfilms (nach Schaub)

Mirjam Schaub teilt den Horrorfilm in folgende, nicht genau abgrenzbare Kategorien ein, die ich hier mit zusätzlichen Erklärungen und Filmbeispielen versehen habe:

Monster
Hier hinein zählen all jene Kreaturen, die sichtbar unmenschlich sind. Etwa das Geschöpf in den Frankenstein-Filmversionen, das Alien oder der Blob.

Diese Wesen sind nur auf den Erhalt ihrer selbst oder ihrer Art bedacht und kommunizieren nur selten wirklich mit den Protagonisten.

Vampir
Dieses Geschöpf (etwa Dracula oder ein Zombie) unterscheidet sich äußerlich nur in Details von 'echten' Menschen.

Und was noch schlimmer ist: Es war einmal eine(r) von ihnen und ist dazu fähig, Menschen durch Bisse oder Verletzungen in seinesgleichen zu verwandeln.

Vampire könnte man, vor allem aufgrund der Körperlichkeit ihres Kontaktes mit Menschen, als personifizierte Angst vor Sünde (bzw. durch Sex übertragenen Krankheiten) deuten.

Im Fall des ansteckenden Zombie-Angriffs jedoch ist es die Furcht vor dem Verlust von Persönlichkeit und Selbstbeherrschung.

Die fließenden Übergänge zwischen den Subgenres zeigen sich bei Das Ding von John Carpenter: Dieses Wesen ist gleichzeitig Vampir und Monster.

Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle Die Mumie, eine Mischung aus Vampir, Zombie und Monster: Sie ist untot, menschlich, männlich und meist auf der Suche nach einer Frau.

Werwolf
Sie sind unter uns, aber sind keine normalen Menschen. Nur zu besonderen Gelegenheiten zeigen sie ihr wahres Gesicht.

Nicht immer verwandelt sich ein Werwolf wortwörtlich in ein Tier. So etwa könnte man Serienmörder oder prügelnde Ehemänner durchaus als Werwölfe bezeichnen. Und auch Dr. Jekyll.

Geister
Wenn man von Geistern und Gespenstern spricht, bleibt jeglicher Anspruch auf Realismus auf der Strecke.

Die meisten Menschen glauben nicht an diese Geschöpfe, sind jedoch bereit, sie im Rahmen einer erzählten Handlung (ob Film oder Roman) zu akzeptieren.

Was zwar auch für die anderen hier aufgeführten Fabelwesen, aber bei Spukgestalten besonders.

Der Grund ist der erforschte und erklärte Alltag der kinoliebenden Erste-Welt-Länder. Die Bedrohung durch Geister ist nicht wissenschaftlich genug, um wirklich auf Dauer zu packen.

Nicht nur in Tanz der Totenköpfe, Blair Witch Project und The Ring werden darum moderne Techniken aufgefahren…

Computerscans und Videobänder sollen beweisen: Geister existieren, denn wir haben sie auf Band.

Psychothriller
Der Psychothriller erzählt von Menschen, die von anderen Menschen bedroht werden. Ebenso zählen all jene Slasher hier hinein, in denen Opfer und Täter menschlich sind.

Hier (etwa in Scream, Citizen X oder Die Fratze) spielt sich die gesamte Handlung zumeist in einer realitätsnahen Umgebung ab. Auch wenn die Geschichten teilweise doch arg konstruiert sind.

Massaker-Filme
Zu diesem Subgenre kann ich nichts sagen. Anscheinend wirft Mirjam Schaub alle Horrorfilme mit einem hohen Gewaltpegel (bzw. body-count) in einen Topf.

Ganz egal, ob der Gegner menschlich (Freitag, der 13te) ist oder fremdartig (Predator) oder aus einer Zwischenwelt stammt wie Freddy Krueger in Nightmare on Elm Street.

Black Comedy
Diese Filme spielen mit Regeln oder Klischees des Horrorfilmes und sind trotzdem noch glaubwürdig als eigenständige Geschichte.

Ein gutes Beispiel ist Gremlins 2 von Joe Dante oder Lawrence Kasdans Dreamcatcher.

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