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Brent E. Turvey (2008)

Criminal Profiling

Ich bin jetzt wohl endgültig an dem Punkt meines Lebens angelangt, ab dem ich wahllos Sachbücher aus den Bibliotheksregalen ziehen kann und immer was Interessantes oder sogar Medienkritikrelevantes finde.

Turvey berichtet in "The Persistence of Faith-Based Profiling", der Einleitung zur dritten Auflage nämlich unter anderem, …

a) dass Soldaten im Irak auf die "24"-Verhörmethoden zurückgriffen, weil ihre Ausbildung nicht ausreichte.

b) Jack Bauer ähm Kiefer Sutherland einen Vortrag vor (diesen?) Soldaten hielt, der ihnen die Grenze zwischen erfundenem und echtem Leben klarmachen sollte.

c) dass es unter anderem an Serien wie "Medium" liegt, dass noch immer Menschen dem Halbwissen nachhängen, Hellseher würden was bringen.

d) dass Hellseher nichts bringen, aber dennoch weiter eingesetzt werden, weil ein beliebtes Handbuch rät, HellseherInnen einzusetzen, obwohl deren Trefferquote lächerlich ist. (Hellseher, deren Vorraussagen sich als wahr herausstellen, sind hauptsächlich Tatverdächtige.)

e) dass Profiler keine Flashs und Eingebungen haben, dies aber sogar von einigen (Ex)-Profilern so dargestellt wird. Zum Beispiel von John Douglas. (Der Titel seines Sachbuchs "Mindhunter" verweist auf diese ‘Eigenschaft’.)

f) dass das FBI insgesamt nur knapp zwanzig Profiler gleichzeitig beschäftigt, es aber sogar private Profiling-Institute (oder so ähnlich) gibt, weil dieses Betätigungsfeld nicht erst seit CSI: Miami irre beliebt ist.

Der Hauptteil der dritten Auflage dieses zum ersten Mal 1999 erschienenen potentiellen Tatwerkzeuges (es wiegt anderthalb Kilo und hat harte Kanten) ist prall gefüllt mit zahlreichen Fallbeschreibungen zu ebenso zahlreichen Problemstellungen bei der Beweisverwertung und TäterInnensuche.

Ich muss zugeben, dass ich einzig die für mich interessanten Stellen gelesen und den Rest überflogen habe. (Bevor jemand fragt: Ich las mehr als nur die Einleitung.) Doch zumindest kenne ich jetzt ein weiteres Sachbuch, das ich mir so bald wie möglich zulegen werde.

Und das nicht allein, weil "Criminal Profiling - An Introduction to Behavioural Evidence Analysis" ein praxisbezogenes Lehrbuch ist, sondern gleichermaßen, weil Turvey und seine Kollegen auf den knapp 740 Seiten des Textteiles immer wieder deutlich machen, wie wichtig wissenschaftliche Methode und logisches Denken sind.

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