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McCloud bedient sich (nach Comics richtig lesen) erneut der Kunstform, um deren mögliche Zukunft sich dieses Werk dreht. Was sonst nur ein weiteres Sachbuch über Kosten, Nachfrage und den 'Neuen Markt' gewesen wäre, sticht nun durch seinen Comicstil aus dem Angebot heraus.
Comics neu erfinden… Der Name ist Programm. Hier geht es nicht (nur) um innovative Zeichenstile und Seitenlayouts, sondern vor allem um Vorteile, die das Internet Künstlern bietet, die sich bisher ohne Markt und Chance glaubten.
Ein bemerkenswertes Zitat (S. 198) von vielen:
"Überlegen Sie mal: Wie oft sind Sie ins Kino gegangen, um sich einen interessanten Film anzusehen … aber mussten sich damit zufrieden geben, was gerade im Programm war?
Wie oft waren Sie von einem bestimmten Song oder Musikstil begeistert … der in den lokalen Radiostationen niemals lief?
Wie oft haben Sie eine belanglose Fernsehshow angestellt … bloß weil es nichts Besseres gab?
Wenn alle je gedrehten Filme in nächster Nähe gezeigt würden und alle Musik, die jemals gespielt wurde, abrufbar wäre… wenn man jeden beliebigen Videofilm mit einem Fingerschnippen abspielen könnte… für welches System würden Sie sich entscheiden?"
(Übersetzung: Jens Balzer, ©2001 Carlsen Verlag)
Wie lange die Verantwortlichen beim Carlsen Verlag wohl überlegt haben, bis sie dieses ketzerische Werk auf den deutschen Markt losließen?
Inhalt:
Jens Balzer: Entgrenzung und Befreiung der Comics
Einleitung: Die zwölf Revolutionen
Teil 1: Windmühlen und Riesen
Teil 2: Eine Welle nehmen

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