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James McTeigue (2005)

V wie Vendetta

V for Vendetta

Das London der nahen Zukunft ist ein von Regierung und Großkonzernen beherrschtes und von seiner Furcht vor Terroristen und Andersdenkenden gelähmtes Dystopia.

Vs Plan ist daher von Anfang an klar: Er will den allgegenwärtigen, faschistoiden Überwachungsstaat von innen heraus zerstören und dadurch Großbritannien zu einem angstfreien Zeitalter hinführen.

Doch da ihm das niemals allein gelingen wird, bringt er mit wohlgewählten Worten und gezielten (Atten-)Taten das bislang viel zu duldsame Volk gegen den Staat und dessen Schergen auf.

Kurz vor seinem ersten großen Anschlag auf staatliche Institutionen kreuzt eine junge Frau - Evey - seinen Weg. Alsbald entwickelt sich aus der zufälligen Begegnung in einer dunklen Gasse eine eigenwillige Zweckgemeinschaft.

V for Vendetta ist eine linke Utopie, die genau zur rechten(!) Zeit verfilmt wurde und wohl in einigen Ländern verboten werden wird. In den Hauptrollen: Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Fry, Tim Pigott-Smith, Stephen Rea und John Hurt.

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Verfasst wurde das Drehbuch von den Wachowski-Brüdern und aus gut informierten Kreisen heißt es, die Filmfassung wird der (wie ich las) harten und schonungslosen Comicvorlage (die ich noch nicht las) nur stellenweise gerecht.

Egal! Die von Alan Moore und David Lloyd erdachte und umgesetzte graphic novel mag besser sein, aber verpackt als weltweit vermarkteter Hollywood-Blockbuster findet diese Geschichte sicherlich mehr Publikum.

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Im Film - jedenfalls der deutschen Fassung - wird nicht erwähnt, dass Vs Vorbild Guy Fawkes ein römisch-katholischer Extremist war, dessen vereitelter Anschlag dem König von England und zahlreichen protestantischen Aristokraten galt.

Er und seine Spießgesellen waren also vom gleichen Schlag wie die heutigen, religiös motivierten Spinner, deren blutige Taten heute weltweit für Angst und Schrecken sorgen.

Da ist es ein schwacher Trost, dass V erstens 'nur' menschenleere Gebäude sprengt, um ihre Symbolkraft zu brechen und zweitens diese Explosionen fröhlichem Feuerwerk gleichen und so zumindest optisch im krassen Gegensatz zu echten Terrorakten stehen.

Eigentlich bemerkenswert, dass ausgerechnet ein relativ früh nach 9/11 entstandener US-Film solch einen Typen zum Helden macht. Einen Helden, der die Loyalität seiner Helferin mit Methoden testet, zu denen ihm wohl "Jigsaw" geraten hat.

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Der Film schneidet zahlreiche populäre Themen an. Hatz auf 'Andersartige', Vogelgrippe, Terror und Gewalt, Biowaffen, verlogene Politiker, geldgeile Konzerne und eine von all diesen Dingen verängstigte Bevölkerung… V for Vendetta spielt mit den Zeichen der Zeit und somit definitiv in der gleichen Liga wie Fight Club.

Schade nur, dass die Autoren es sich nicht verkneifen konnten, ihrem Protagonisten einen messerschwingenden, minutenschindenden Zeitlupenfight zu genehmigen. Diese Sequenz nervt und sollte bestenfalls als deleted scene auf der DVD zu sehen sein.

Mehr als schade ist hingegen, dass der Film die falschen Leute auf die falschen Ideen bringen könnte; eine weitere Parallele übrigens zu Fight Club.

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