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Mario Bava (1960)

Die Stunde wenn Dracula kommt

La Maschera Del Demonio

Prinzessin Asa spricht, kurz bevor auch sie von den Inquisitoren hingerichtet wird, einen Fluch über deren Nachfahren aus.

Zweihundert Jahre später erwacht Asa durch "Zufall" und ein paar Tropfen Blut erneut zum Leben. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls untoten Liebhaber will sie den Fluch wahr werden lassen.

Ein Meilenstein (nicht nur) des italienischen Horrorfilms. Mit Barbara Steele, John Richardson, Andrea Checchi, Arturo Dominici und Ivo Garrani.

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Zuerst seine größten Schwachstellen:

1. Die Story selbst ist weder spannend, noch neu.

Im Wesentlichen bedient sich Bava (sicherlich nicht unbewusst) Motiven aus Die Mumie (von 1933) und Murnaus Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens.

2. Die Schurken sind zwar schaurig, aber nicht wirklich furchterregend.

Igor Javutich (der untote Liebhaber) erinnert ein wenig an Vuk aus In China essen sie Hunde. Und Prinzessin Asa liegt den größten Teil des Filmes in ihrem Sarg und schaut in die Kamera.

3. Der Film präsentiert unverständliche Gegner.

Satanismus wird erwähnt und auch Hexerei und Vampirismus; Asa und Javutich scheinen jedoch eher vampirische Mumien oder so zu sein.

Bava war (so der Audiokommentator Tim Lucas) wohl nie so ganz mit dem Drehbuch zufrieden und änderte es ständig.

Dies scheint auch der Grund für einige merkwürdige Szenensprünge und wohl auch für die unklare Quelle der dämonischen Untoten zu sein.

4. Der Film gerät immer mehr außer Kontrolle.

Plausibel ist er nie, aber zum Ende hin auf einmal hektisch und unspannend und sogar albern.

Ein Faustkampf gegen einen Untoten? Au weia! Über die letzten Minuten rettet den Zuschauer sogar Bavas Regiestil nur schwerlich hinweg.

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La Mascera Del Demonio haben wohl hauptsächlich seine Optik und die drastischen Effekte bekannt gemacht. Und zu einem stilbildenden Klassiker.

Allein schon die Kamera, die durch Räume streift und so dem Zuschauer ein Gefühl von deren Größe vermittelt…

Oder die aus Licht und Schatten und Gegenständen komponierten Bilder; oft eingerahmt von Ästen oder Spinnweben und darum gleichzeitig wunderschön und bedrohlich.

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Nicht nur italienische Regisseure und Kameraleute kopieren und zitieren auch heute noch (sicherlich manchmal unbewusst) von Bava eingeführte Techniken der Stimmungs-Erzeugung.

Filmische Nachfahren von Black Sunday (so der US-Verleihtitel) sind unter anderem Argentos Suspiria und Carpenters Fürsten der Dunkelheit.

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