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Jerry Kramer (1987)

Moonwalker

Labyrinth hat alles, was ein (Kinder-)Film braucht: Eine spannende Geschichte, etwas Musik und wunderbare Spezialeffekte.

Moonwalker hingegenů Mann, wo soll ich nur anfangen?

Ich habe keine Ahnung, ob man dieses Werk überhaupt als Film im eigentlichen Sinne bezeichnen kann. Insgesamt wirkt er nämlich wie eine Mischung aus The Wall und Triumph des Willens.

Die Regisseure Jerry Kramer und Colin Chilvers setzen mit Moonwalker dem one and only Michael Jackson ein 'Denkmal'. Anders jedoch als Alan Parkers The Wall hinterfragt Moonwalker den Starkult und seine Gefahren nicht, sondern macht sich über Fans und Gegner lustig.

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Moonwalker beginnt mit einem Livekonzert von Michael Jackson, geht über in einen Zusammenschnitt der bekanntesten Hits von Michael Jackson, zeigt danach den reichlich mit Glitzerkram bedeckten Schmink(?)-Tisch von Michael Jackson und dann geht der Film (über Michael Jackson) noch immer nicht wirklich los.

Die folgende Szene könnte man bestenfalls als Hommage an einen der frühen Beatles-Kinofilme verstehen: Michael Jackson (Mann und Legende) flieht vor (als Knetanimationen dargestellten) Fans und Reportern und das leitet über ins nächste Video.

Die Verfolgungsjagd geht weiter, jetzt jedoch mit gewohnt gutem Soundtrack: Speed Devil.

Irgendwann wird aus dem Videoclip ein Kinderfilm, der einfach nur schrecklich FALSCH ist.

Drei Kinder (unter anderem Sean Lennon) sind Jackos Freunde. Und sie (sowie die gesamte Menschheit) sind in Gefahr: Drogenlord Mr. Big (Joe Pesci, verdammt!) will die Welt mit Drogen (und Spinnen) überschwemmen. Nur Michael kann noch helfen.

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In Moonwalker wird getanzt, geschossen und gestorben. Während des Showdowns bringt ein Schrei von Jackson die Helme (und Köpfe?) von uniformierten Handlangern Mr. Bigs zur Explosion.

Noch dazu wirken Jacksons Tanz-Choreografien irgendwie blöde. (Nichts gegen seine Musik!)

Ein selbstverliebtes Machwerk, das einen üblen Nachgeschmack hinterlässt.

Nachgedanken:

Im gleichnamigen Videospiel von Sega(?) musste man Bösewichte mit Tanz-Moves ausser Gefecht setzen. Und Kinder befreien, die dann mit erfreuter Fistelstimme »Michael!« riefen.

Jackos deutsche Synchronstimme klingt haargenau so wie die von Michael Jackson (Phil LaMarr) in den Mad TV-Sketchen.

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