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William Butler (2004)

Madhouse - Der Wahnsinn beginnt

Madhouse

Der Psychiologiestudent Clark Stevens (Joshua Leonard) kommt während seines Praktikums im 'Irrenhaus' von Dr. Franks einem Skandal auf die Spur. Und wie es scheint, haben seine Nachforschungen ruhende Geister geweckt.

Ein aufgrund seiner unschlüssigen Inszenierung beinahe mißratener Horrorthriller mit Lance Henriksen, Newell Alexander, Jordan Ladd, Dan Callahan, Natasha Lyonne und Aaron Strongoni.

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Natasha Lyonnes Schauspielkunst einer nutzlosen Nebenrolle zu opfern, ist ganz klar ein Verbrechen; wenn auch bisher nur ein Kavaliersdelikt. Ähnlich unterfordert wurde sie ja bereits im dritten Blade-Teil. Und erst recht in der American Pie-Reihe.

Ärgerlicher sind da schon jene Szenen, in denen Lance Henriksen agiert. Die fühlen sich nämlich an, als wären sie alle am gleichen Tag entstanden, damit Mr. Henriksen noch den Flieger zum nächsten B-Film-Drehort packt.

Was nun nicht heißt, dass die in Madhouse vorgeführte Schauspielkunst auf Sparflamme köchelt… Nicht nur Henriksen umschifft glaubwürdig die schroffen Klippen der ungerichteten Drehbuchvorlage: Vor allem Joshua Leonard ist es zu verdanken, dass der Zuschauer trotzdem noch versucht, der Handlung zu folgen.

Er und seine KollegInnen haben den Karren aus dem Dreck gezogen und wenigstens den Figuren (so gut es eben ging) Tiefe verliehen.

Fazit hier: Die Darsteller sind zu gut für den Film.

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Der zweite große Minuspunkt ist die sprunghafte, richtungslose Inszenierung: Mal ist Madhouse ein Psychothriller, dann wieder ein Gruselfilm, kurz darauf ein spannungsloser Slasherflick und so weiter.

Diese Sprunghaftigkeit ist nicht zwangsläufig schlecht, in diesem Film jedoch schon. So etwa, wenn eine alberne Mordszene zu im Tool-Stil gehaltener Rockmusik gnadenlos den vorangegangenen Spannungsaufbau zunichte macht.

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Drittes Manko: Die Klischeereiterei. Muss es denn beispielsweise in jeder psychiatrischen Anstalt ein versifftes, düsteres Kellergeschoss geben, in dem die "schweren Fälle" untergebracht sind?

Anscheinend. Darum durften mal wieder Setdesigner ihrer beschränkten Phantasie freien Lauf lassen und haben den sagenumwobenen Zellentrakt dargestellt als eine jeglichen Gesundheitsbestimmungen hohnsprechende Vorhölle.

Und auch in diesem Fall wird wohl kaum ein Zuschauer Anstoß nehmen an dem hier gezeigten Bild des 'Irrenhauses'. Schließlich ist es ja bereits ein Quasi-Standard in diesem Genre.

Ein anderes Klischee ist die bereits von zahllosen Genrefilmen bis zum Erbrechen durchexerzierte Thematik der gespaltenen Persönlichkeit; auch in Madhouse ist Schizophrenie der Schlüssel zur Lösung.

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Bemerkenswert finde ich übrigens, dass zwei der ursprünglich geplanten - und der DVD als Extra beigefügten - Szenenfinali grottenschlecht sind, die letztendlich gewählten Alternativen hingegen kinotauglich.

Ich weiß nicht genau, welches Licht das auf Autor/Regisseur Butler wirft, aber es ist allemal interessant zu sehen, dass es manchmal dem Endprodukt zugute kommt, wenn jemand dem Künstler auf die Finger haut.

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