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George A. Romero (1985)

Zombie 2 - Das letzte Kapitel

Day of the Dead

Während Dr. 'Frankenstein' Logan (Richard Liberty) ungerührt Versuche mit gefangenen Untoten anstellt, liegen die Nerven der anderen überlebenden Forscher und Soldaten blank. Denn selbst der Atomschutzbunker, in den sie sich verkrochen haben, bietet nur vorläufig Schutz vor den Zombiehorden.

Der erschreckende dritte Teil der "Dead"-Trilogie. -- Mit Lori Cardille, Joseph 'Joe' Pilato, Anthony Dileo Jr. und Sherman Howard.

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Nicht nur dank Tom Savinis Effekten geht auch Day of the Dead weit über das Level eines typischen Wohlfühl-Horrorfilms ohne Aussage (etwa I Know What You Did Last Summer) hinaus.

Wo Befehlshörigkeit, Waffengeilheit und verquere Weltanschauungen zusammenprallen, ist der Mensch ein größerer Feind des Menschen als die ursprüngliche Bedrohung: Lange, bevor es die Zombies mit den deren Körpern tun, haben sich die Charaktere bereits gegenseitig die Nerven zerfleischt.

Als die Untoten die Basis stürmen, sehen sie verwirrt aus und stolpern wie Schlafwandler ihrem Ziel entgegen.

Einer trägt ein Clownskostüm, ein anderer ist aufgemacht wie für einen Auftritt im Ballett. Nur ihr ekliger Zustand (Dreck und Wunden) und ihr gemächliches Heranbranden unterscheidet die Toten von den Lebenden.

Am Ende steht fest: Die Menschen, die es geschafft haben, zu entkommen, werden ein auf ewig in Angst leben, auch zu einer dieser Kreaturen zu werden.

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Der Schrei eines der Soldaten - er wird zerrissen von fordernden Händen - geht über in ein unmenschlich schrilles Geräusch und verstummt endlich. Man ist erleichtert, dass der Mann nicht mehr spürt, was da mit seinem Körper geschieht.

Genauso erleichtert ist man, weil sich ein anderer Soldat erschießen kann, bevor die Welle aus totem Fleisch seinen Körper zerstückelt.

Den bösen Tod (schmerzhaft, langsam, unrein, unehrenhaft/-würdig), den einzigen wirklichen Alptraum eines jeden Menschen… Den zeigt Romero in etlichen Variationen.

Wieder drängt sich der Vergleich mit sauberen Wohlfühl-Horrorfilmen auf. In denen ist der Tod ein konsequenzloser Spaß, der nicht lange dauert; ein Messerstich und die vollbusige Schönheit lebt nicht mehr.

In DOTD jedoch gilt: Was auch immer man gegen die auf eine solche Art sterbenden Charaktere hatte: Dieses Ende haben sie nicht verdient.

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Wenn der echte Film-Doktor Frankenstein (dargestellt von Colin Clive) den Prototyp des irren Forschers darstellt, so übertrifft Dr. Logan sein Vorbild an Skrupellosigkeit: Er will die triebgesteuerten Zombies lehren, sich gesittet zu verhalten und belohnt sie für ihre 'Fortschritte' mit den Resten getöteter Menschen.

Sein 'Versuchstier' Bob kann nicht wirklich lesen oder sich rasieren, aber er erinnert sich an die Handgriffe, wenn ihm der Doktor ein Buch oder einen Nassrasierer überreicht. Bobs Taten sind bestenfalls unbeholfene Versuche, zum menschlichen Verhalten zurückzufinden.

Als der uniformierte U.S.-Army-Captain Rhodes jedoch den Raum betritt, nimmt Bob leidlich Haltung an und salutiert. Und bei einer (entladenen) Halbautomatik weiss er fast sofort, was zu tun ist: Den Schlitten durchziehen und die Pistole aufs Ziel richten.

Oft genug wurde und wird Regisseur/Autor Romero Gewaltverherrlichung vorgeworfen. Aber die pazifistische, anti-militaristische Botschaft des Filmes ist nirgends so klar wie in den Szenen mit Bob, dem 'gezähmten' Untoten.

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