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Jun Gallardo (1983)

Commander Firefox

Die Handlung von Commander Firefox ist simpel: Die guten (Ex-)Beamten kämpfen gegen das böse Klischee-Syndikat und zum Schluss gewinnen die Guten.

Der Held ist ein Kerl mit (wahrhaftig!) Schlafzimmerblick und halboffenem Hemd. Er ist vorgeblich "im Im- und Export" tätig, immer Herr der Lage und könnte ebensogut James Bond heißen.

Da ist es auch keine große Überraschung, dass eine Frau sich in den Commander verliebt und er sie letztendlich aus den Fängen des Endgegners retten muss.

Keine Figur macht im Laufe des Filmes eine wesentliche Wandlung durch. Dafür beherrschen die meisten der am Kampf gegen (bzw. für) das Verbrechen Beteiligten tödliche Handkantentricks und Feuerwaffen.

Triviale, brutale B-Film-Ware von der Stange also. Doch zumindest ist es triviale, brutale B-Film-Ware, die durchaus Spaß machen kann, wenn man in der richtigen Stimmung ist.

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Die ersten beiden Versuche, mir diesen Film anzuschauen, scheiterten kläglich nach etwa einer halben Stunde. Diese Zeitspanne kommt einem jedoch vor wie drei Stunden, weil sich hier ödes Setup-Gequatsche abwechselt mit fade inszenierten Actionszenen.

Aber mir war klar: Wenn schon nach dreißig Minuten Laufzeit geschossen, verfolgt und verprügelt wird wie nix Gutes, dann werden auch die restlichen Minuten wenigstens in dieser Hinsicht nicht enttäuschen.

Und als ich es dann aufgrund dieser Vermutung und der Vorfreude auf noch mehr funky Klamotten endlich über mich brachte, auch noch Akt Zwei (Hauptteil) und Drei (Showdown) durchzuhalten, fiel das erstaunlich leicht.

Insgesamt wird Commander Firefox zwar nicht viel besser, verglichen mit dem schnarchnasigen ersten Drittel sind diese zwei Akte aber wesentlich unterhaltsamer.

Eben darum, weil die meisten 'Fakten' präsentiert sind und sich die Regisseure ganz auf die Action konzentriert können.

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Ähnlichkeiten zu The Stabilizer, einem anderen philippinischen Actionfilm aus dieser Zeit, sind von Anfang an nicht zu übersehen. Und damit meine ich nicht nur den Kleidungsstil und die Nationalität seiner Protagonisten, sondern auch die Thematik:

In beiden Filmen greifen fremdländische Spezialisten mit albernen Codenamen hart durch im Kampf gegen ein mit Drogen und Mädchen handelndes Syndikat, gegen das die einheimische Polizei machtlos ist.

The Stabilizer ist, wenn nicht gerade um Klassen, so jedoch um Einiges besser als Commander Firefox. Die Inszenierung ist flüssiger und der Protagonist Peter Goldson (Peter O'Brian) cooler.

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Besonders krass fand ich, dass der Film mit dem Ende des Showdowns endet.

Keine Kamerfahrt weg vom Geschehen, auch kein Epilog. Der Endgegner geht drauf, die Gerettete sagt: "Danke für die Rettung!" und dann wird zu den Worten THE END umgeschnitten.

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Nicht krass, sondern lächerlich wirkt hingegen das zu 4zu3 umgeschnittene Bildformat. Es gibt Szenen, bei denen man kaum mehr als nur die Schultern der Dialogpartner sehen kann.

Der einzige Trost für Cast und Crew: Man kann die ursprüngliche (und wohl auch meist kinowürdige) Bildkomposition zumindest erahnen.

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Ach ja, bevor ich's vergesse: Chris(topher) Mitchum ist … Trommelwirbel … Robert Mitchums Sohn. Was man ihm hier jedoch eher am Gesicht anmerkt, als am Talent. Chris lässt nämlich als Commander Firefox lieber Fäuste und Kugeln fliegen, als schauspielerisch in Vaters Fußstapfen zu treten.

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Und nun zu etwas beinahe völlig anderem… Den Namen aller Beteiligten; abgetippt vom Vorspann, weil man in der IMDB (bisher) noch nicht viele Credits zu diesem Film findet:

Chris Mitchum
Von Serna
Larry Chiu
Rosemarie Gil

in

"COMMANDER FIREFOX"

starring

Leopoldo Salcedo[?]
Cesar Ramirez
Vic Silman[?]
Ken Metcalfe
Joseph Zucchero
Jim Badd[?]

and

Jim Adams

Introducing
Romeo Rivera

Also starring
John Platter
Baldo Moro
Robert Rivera
Michael Murray
Edgard Garcia
Rocco Montalban
Arturo Moran
Mark Le Buse
Ruel Bernal
Tsing Tong Tsai

Unit Manager
Ruben Desamparo

Special Effects
Santos Hilario

Setting Directors
Ben Otico, Ben Delina

Make Up Artist
Juliet Buencamino

Wardrobe
Anita Lacanilao

P.R.O.
Oden Amurao

Stills
Roper Studio

Production Coordinators
Butch Santos, Dindo Gonzales

Production Accountant
Herminio Gonzales

Film Editors
Yeng Pak Wing, Edgardo Vinarao

Assistant Directors
Jun Almazan, Jesus Esguerra

Assistant Cameraman
Ku Lee Seng

Cameraman
Ricardo Remias

Technical Director
Dick Koo

Production Manager
Bonnie Esguerra

Story by
Bobby A. Suarez

Screenplay by
Oden P. Amurao

Music composed and conducted by
Ruben Sabinano

Executive Producer
Terry Lai

Produced by
Bobby A. Suarez

Directed by
Cesar (Chat) and Jun Gallardo

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